Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz Infoflyer Strahlenthemen
Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz Infoflyer Strahlenthemen

Radon dringt über Undichtigkeiten der bodenberührten Bereiche in das Gebäude ein.


Klassische Eintrittspfade können sein:

  • Brunnenschächte, Pumpensümpfe, Quellfassungen
  • Risse und Sprünge
  • materialbedingte Undichtigkeiten z.B. Hohlziegel
  • beschädigte oder fehlende Dichtungsebenen
  • Mediendurchführungen wie Rohre, Kabel, Leitungen, Kanäle
  • Erdkeller
  • Erdwärmetauscher (Undichte Saugseite), Luftbrunnen

Unterschiedliche physikalische Faktoren begünstigen den Eintritt und die Verteilung von Radon.


Faktoren sind z.B.:

  • Druckdifferenz zwischen Gebäude und Umgebung (Wind)
  • Temperaturdifferenz (Winter, Sommer)
  • Erzeuger von Unterdruck im Gebäude ( Dunstabzug, offener Kamin, Kachelöfen)
  • Luftwechselrate (aktiv, Inaktiv durch Undichtigkeiten)
  • Hydraulische Verhältnisse im Gebäude (Kamineffekt durch Treppenhaus)

Präventive Maßnahmen

Beim Neubau eines Gebäudes sollte darauf geachtet werden, dass alle erdberührten Gebäudeteile gas-dicht ausgeführt werden. Besonderer Augenmerk ist dabei auf die verwendeten Materialien zu richten und auf die saubere Verarbeitung (Mediendurchführungen wie Kanal, Wasserzuleitung, Strom)


Sanierung

Sanierungsmaßnahmen werden speziell auf die jeweilige individuelle Situation des betroffenen Gebäudes abgestimmt. Es ist meist immer sinnvoll in einem Stufenplan vorzugehen um die Kosten für die Sanierung so gering wie möglich zu gestallten.


Mögliche Maßnahmen können sein:

  • Umnutzung
  • Abdichtung zwischen Keller, Kriechkeller oder Hohlräumen und den bewohnten Gebäudeteilen 
  • Verschließen von sichtbaren Öffnungen, Rissen etc.
  • Druckausgleich innen / außen
  • Unterbodenabsaugungen (Radonbrunnen)
  • Radondrainagen
  • Mechanische Zuluftanlagen